#1 Corona – Das Maß ist voll

Einleitung

Wie du an vielen Stellen in diesem Blog erfährst, bin ich reisesüchtig und habe immer Fernweh.

Nach Beginn der Pandemie bin ich ganze 18 Monate nicht gereist. Auch nicht in Deutschland. Das Fernweh machte einen irgendwann ganz kirre. Vielleicht sogar ein wenig depri. Denn die Sehnsucht nach der Ferne wurde immer stärker.

Vielleicht fragst du dich, warum ich nicht ein wenig in Deutschland gereist bin?

Es war zeitweise nicht gestattet oder nur unter großen Einschränkungen möglich.

Weiterhin wollte ich so viel wie möglich für die Weltreise sparen. Auch ein Urlaub im eigenen Land kann sehr kostspielig sein!

Das Maß ist voll!

Das Maß ist voll! | Bild: envato elements
Das Maß ist voll! | Bild: envato elements

Ich möchte hier nicht über die im Land getroffenen Maßnahmen herziehen, sondern darstellen, was das mit mir gemacht hat. Vielleicht siehst du es ähnlich oder kannst dich zumindest etwas in mich hineinversetzen. In eine Person, der etwas weggenommen wurde, dass einen großen Teil deren Wesens ausmacht.

Vor Beginn der Pandemie bin ich mehrmals im Monat dienstlich und privat verreist. Das brauche ich, denn erst so fühle ich mich wohl. Ich muss nicht immer unter Leuten sein, aber mich dürstet es immer wieder nach diesen neuen Eindrücken anderer Orte. Das inspiriert mich und lässt mich kreativ sein.

My home is my castle“ ist zwar ein netter Spruch, aber mittlerweile kann ich sagen „Mein zu Hause ist dort, wo ich mich wohlfühle, egal wo ich mich gerade befinde!“ Ja. Es ist wie eine Sucht! Vielleicht ändert sich das in der Zukunft, wenn ich noch ein paar mehr Jahre auf dem Buckel habe, aber momentan sehe ich das so. 😉

Mit den ersten Lockdowns kam auch die wirtschaftliche Krise, sodass (wie vielleicht in den meisten Unternehmen) Dienstreisen erst einmal ausgesetzt waren. Somit brach diese Art zu reisen für mich weg. Den Großteil der Dienstreisen empfand ich als sehr angenehm, daher wollte ich diese nicht mehr missen.

Die Zeit verrinnt | Bild: envato elements
Die Zeit verrinnt | Bild: envato elements

Während der ersten Monate der Pandemie war ich erst einmal sehr vorsichtig und habe geschaut, wie sich das entwickelt. Eher schlimm, oder doch nicht? Die Einschränkungen wurden immer strikter. Also habe ich zu dieser Zeit auch aus diesem Grund vom privaten Reisen abgesehen. So verging Monat um Monat.

Die Geduld ist am Ende | Bild: envato elements
Die Geduld ist aufgebraucht! | Bild: envato elements

Im Sommer 2020 sanken die Zahlen wieder und es wurde gelockert. Zeitweise war es erlaubt mit vielen Vorschriften und Einschränkungen in Hotels zu übernachten. Ich wollte dann auch gegen Ende des Sommers ein paar Tage an der Nordsee buchen. Denn vorher war schon alles ausgebucht.

Gesagt, getan: Ich habe mir eine stornierbare Ferienwohnung auf Norderney gebucht. Dann stiegen die Zahlen jedoch wieder an und die Regierung hat daraufhin private Übernachtungen verboten. Also habe ich die Buchung sogleich wieder storniert. Toll gelaufen. 🙁

Im Winter 20/21 war mit wenigen kurzzeitigen Ausnahmen alles dicht. Also weitere Monate, ohne zu reisen. Rückblickend wurde es 2021 besser und vor allem eine Impfung hat vieles erleichtert.

Aber: Meine Geduld war jedoch schon lange vorher aufgebraucht!

Die Zeit im Homeoffice

Homeoffice | Bild: envato elements
Homeoffice | Bild: envato elements

Zwischen Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 und September bin ich nur ganze sechs Tage im Büro des Unternehmens gewesen, für das ich als Angestellter tätig war.

Die anderen Tage habe ich als Teil der IT-Abteilung von zu Hause aus gearbeitet, was technisch mitnichten ein Problem für mich war. Punkte wie Besprechungen, Projektmanagement, Dokumentation und Softwareentwicklung waren uneingeschränkt möglich.

Da ich sozial– und denkend-introvertiert bin (mehr dazu in diesem Post von mir: Link), fand ich es auch aus diesem sozialen Blickwinkel gar nicht mal so schlimm, eher angenehm.

Von zu Hause aus oder mobil zu arbeiten, ist also in keiner Weise ein Problem für mich.

Mir gefiel es über die Zeit immer besser.

Da kam gedanklich eins zum anderen:

  • Ich bin ein Freigeist und liebe es, zu reisen.
  • Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, ortsunabhängig zu arbeiten.
  • Auch in langen Zeiten, in denen ich vollkommen allein bin, fühle ich mich sehr wohl.
  • Es gibt digitale Nomaden, die das alles erfolgreich miteinander verbinden.

Die Konsequenz

Pläne schmieden | Bild: envato elements
Pläne schmieden |
Bild: envato elements

Die Zeit im Lockdown hat einerseits meine Geduld zu lange auf die Probe gestellt und andererseits den Drang aus dieser Situation auszubrechen fortwährend verstärkt. Das Maß ist voll!

Während der langen Zeit im Homeoffice ohne jegliche Reisen habe ich mich so immer mehr mit dem Gedanken anfreunden können, alles zu verändern.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so weit vorgreifen, aber ich denke, du kannst dir schon denken, auf was das hinausläuft. Grundsätzlich bin ich jedoch ein Mensch, der alles durchdenkt und immer Pläne schmiedet. Dazu hatte ich während der Pandemie viel Zeit und kam dann zu einer Entscheidung!

Mehr dazu im nächsten Teil der Reihe „Auswandern:“ „Die Entscheidung!“ 😉

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Marcel aka Ravolos

Hey! 😀 Ich habe diesen Blog 2021 ins Leben gerufen. Passend zum Blog möchte ich mich als unglaublich reise-süchtig und weltoffen beschreiben. Ich bin seit Oktober 2021 als digitaler Nomade auf Weltreise und erstelle digitalen Content zu Reisen, mobiles Arbeiten und Chrome OS.

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