Minimalismus

Einleitung

Minimalistisches Esszimmer | Bild: Envato Elements
Minimalistisches Esszimmer | Bild: Envato Elements

Ich habe einen großen Teil des Lebens einen teuren Lebensstil mit viel Konsum, teuren Reisen und dem Sammeln von materiellen Dingen gepflegt.

Multimedia. Immer wieder das Neueste vom Neuesten. Smarthome. Computer. Ausstattung. TVs usw. 🙂

Von den Reisen habe ich mir immer einige Andenken mitgebracht.

Vielleicht ist es bei dir ähnlich.

Hier mehr dazu aus meinem Blickwinkel, wie sich das verändert hat und ich zum Minimalisten wurde. 😉

Das belastende Chaos

Eines Tages hat nicht mehr alles vernünftig in meine recht große 94 m² Wohnung gepasst.

Durcheinander im Wohnzimmer | Bild: Envato Elements
Durcheinander im Wohnzimmer | Bild: Envato Elements

Einen Raum habe ich als eine Art Lagerraum umfunktioniert und dann bis oben hin zugestellt, könnte man sagen. Da kam man kaum noch durch.

Viel nachgedacht habe ich nicht dabei. Denn ich konnte es mir ja leisten und ich hatte Platz. Wo ist das Problem?

So ist über die Jahre ein Chaos entstanden. Das hat mich sehr belastet. Man musste viel putzen, die Sachen einigermaßen in Ordnung halten und wenn etwas Neues dazu kam, brauchte es einen Platz, den ich eigentlich nicht hatte.

Dann hat’s Klick gemacht

Eines Tages habe ich gemerkt, dass mir rückblickend eher die gesammelten Erfahrungen einfielen und nicht die Dinge.

Danach war ich für ein paar Monate nicht zufrieden, bis ich etwas verändern wollte.

Minimalistisches Wohnzimmer | Bild: Envato Elements
Minimalistisches Wohnzimmer | Bild: Envato Elements

Nur wie? Das sind Eigenarten und Gewohnheiten, die wie selbstverständlich all die Jahre Teil deines Ich sind.

Ich begann einfach damit ein paar Dinge loszuwerden, die ich echt noch nie verwandt habe.

Dann bemerkte ich, dass das mir das guttut. Ich fühlte mich ein kleines Stück erleichtert.

Der Schritt zum Minimalismus

Nachdem ich die ersten Sachen losgeworden bin, habe ich permanent damit weiter gemacht, weiteres auszusortieren und mich davon zu trennen.

Ich habe dann über 3–4 Jahre viele Dinge verkauft, verschenkt, gespendet oder entsorgt.

Mit jedem verkauften Stück entstand immer mehr ein wohliges Gefühl, wenn ich nach Hause kam. Es fiel eine Last von mir ab.

Dadurch wurden meine Regale, Schränke und andere Aufbewahrungsmöglichkeiten mit der Zeit immer leerer. Also habe ich mich auch von diesen teilweise getrennt. Ich behielt nur noch das, was ich für mich allein als Single ausreicht und was ich für einen kleinen Besuch von Leuten aus der Familie, meinem Freund- oder Bekanntenkreises benötigte.

Alles nur wegen der Weltreise?

Meine Technik vor dem Verkauf
Meine Technik vor dem Verkauf

Denkst du nun: „Ach, ist doch klar! Du hast die Wohnung verkauft und bist auf Weltreise gegangen. Das ist doch alles logisch!

Vielleicht ist da etwas Wahres dran, aber es war ein langer Prozess, den ich da durchgemacht habe. Über mehrere Jahre.

Als ich damit anfing, mich zum Minimalisten zu entwickeln, gab es noch keinen Plan für eine Auswanderung oder Weltreise.

Ich möchte behaupten, dass wenn ich mich wieder an einem Ort niederlasse, weiterhin so minimalistisch leben würde. Mir sind heute Erlebnisse und Erfahrungen wichtiger als materielle Dinge.

Aber?

Das war’s schon?

Nein. Es bringt einige Vorteile mit sich, wenn du minimalistisch lebst. Du kannst viel Geld sparen. Du sparst auch viel Zeit fürs Putzen und Aufräumen. Dadurch hast du mehr Zeit für schöne Dinge zur Verfügung.

Rest meiner Business-Kleidung in einer Kiste vor der Weltreise
Rest meiner Business-Kleidung in einer Kiste vor der Weltreise

Meist erreichst du so eine bessere Ordnung und findest Dinge schneller wieder.

Aber was ist mit Deko, Bildern, Fotos, Klamotten usw., mit schönen Erinnerungen? Wie kannst du dich nur davon trennen?

Du musst dich nicht davon trennen. Minimalismus bedeutet nicht, dass du nur 5000, 1000 oder 100 Dinge besitzen sollst. Das ist nicht so strikt!

Du kannst auch in allen Bereichen minimalistisch sein, aber für dein Hobby gibst du viel Geld aus und besitzt dafür viele Sachen. Auch das ist eine Form von Minimalismus!

Ich persönlich klammere mich jedoch nicht an physischen Dingen fest. Mir sind die Erinnerungen am wichtigsten.

Dazu mache ich Fotos von den Sachen, von denen ich mich trenne. Die Anzüge für die Kommunion und die Diplomfeier. Mein erstes Smartphone. Das sind nur ein paar Beispiele. Dann habe ich kein Problem, mich von den Sachen zu trennen.

Was bedeutet das nun für dich?

Ist es bei dir anders? Kein Problem! Ich möchte dich hier gar nicht überreden, es mir gleichzutun.

Bild: Envato Elements

Ich kann dir nur empfehlen, mal in dich zu gehen und dir deine Besitztümer anzuschauen. Benötigst du wirklich all deine Dinge im Haushalt? Könntest du dich von manchen Sachen trennen?

Vielleicht denkst du bei deinem nächsten Hausputz an meine Worte und stimmst mir in manchen Punkten zu. Womöglich auch an der Kasse oder schon zu Hause, wo du etwas auspackst und dich dann fragst, warum du das überhaupt gekauft hast. Das kann belasten.

Wie sieht’s bei dir aus? Bist oder warst du so wie ich und hast rund um dich zugekauft?

Warst du schon immer minimalistisch oder bist es geworden?

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13.01.2022: Bilder hinzugefügt und Rechtschreibfehler korrigiert.

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