Kein Fernweh bis 33, aber dann!

Was?

Fernweh? | Bild: Envato Elements
Fernweh? | Bild: Envato Elements

Ja, du liest richtig!

Bevor ich 33 Jahre alt geworden bin, haben mich andere überredet, zu verreisen. Denn ich hatte kein Fernweh!

Immer wenn ich unterwegs war, wollte ich schnell wieder zurück. „My home is my castle!“ 🙂

Heute ist es das krasse Gegenteil. 😀

Woran lag’s?

Ich habe mich an anderen Orten nicht wohlgefühlt.

Ich bin introvertiert (hier mehr dazu: Link) und benötige meine ruhigen Rückzugsorte und Zeit für mich allein.

Reisen vs. zu Hause | Bild: Envato Elements
Reisen vs. zu Hause |
Bild: Envato Elements

Erst wollte ich hier schreiben, dass ich voll das unsoziale Kellerkind war und dass das der Hauptgrund dafür war, dass ich nicht verreist bin.

Wenn ich jedoch zurückblicke, war ich z. B. im Sportverein, auf Feten und mit Kollegen oft unter den Leuten. Ich war auch regelmäßig inner Disse. Oft mehrfach in der Woche. Ich habe nur gelegentlich einige Stunden am PC verzockt. Passt also nur teilweise als Grund raus oder gar auf Reisen zu gehen!

Ein großer Punkt – du wirst lachen – ist mein fehlender Orientierungssinn. Jupp! Und das als Kerl. Damals hatte man noch kein Google Maps auf dem Smartphone (was für Dinger? :D) und musste Karten mit herumschleppen. Und auf Map24.de [Wikipedia] eine Route planen und dann diese ausdrucken und so. Mensch! Das waren noch Zeiten.

Zudem habe ich mich damals neuen Leuten nur schwer geöffnet und war megazurückhaltend. Das ist natürlich ein Problem. Im Urlaub in Deutschland vielleicht noch im Rahmen, im Ausland jedoch umso heftiger.

Da ich schon immer IT- und Multimedia-affin war, hat mir auch da etwas gefehlt. Einen Laptop zum Mitnehmen hatte ich nicht. Die Technik war damals noch nicht so weit wie heute, sprich oft unhandlich, schwer und platzraubend.

Wie hat es sich geändert?

Der Fortschritt der Technik

Gut, bei manchen Dingen kannst du es dir schon denken.

Heute kannst du problemlos Technik wie einen Laptop, Kopfhörer mit Geräuschunterdrücken, digitale Kameras und mehr mitnehmen.

Google Maps hilft bei der Orientierung und ist neben anderen Apps ein toller Reiseführer. Man findet schnell Orte, die man interessant findet.

Sprachreisen und Sprachschulen

Nach meinem ersten Flug zu einer Sprachschule in London 2013 und den tollen Erfahrungen mit den Leuten dort, hat sich meine Einstellung zu fremden Leuten und Kulturen komplett zum positiven verändert.

Sprachschule | Bild: Envato Elements
Sprachschule | Bild: Envato Elements

Ich war im selben Jahr an Sprachschulen in Malta und New York. Jay! Gleich noch über den Großen Teich!

Die Reisen waren mega. Werde ich nie vergessen.

Ich war noch an weiteren Sprachschulen, um mein Englisch auf ein gutes Niveau zu bringen.

Ein weiterer Grund war, dass man dort weltoffene Leute kennenlernen kann, die sich mit Fremden zusammen in eine Schulklasse setzen und abends mit auf Sightseeing und Party gehen. Supi!

Über das Menü oben findest du all die Länder, in denen ich bisher gewesen bin. Sprachschulen habe ich auch in Singapur und Australien besucht.

Danach durfte ich Schulbekanntschaften im Heimatland besuchen. Z. B. in Brasilien und Russland. Sie waren unglaublich gastfreundlich, weltoffen und haben mir Orte gezeigt, wo man als normaler Tourist gar nicht hinkommt.

Das alles hat mich als Person stark verändert.

Meine ultimative Reise in die USA

Die größte Veränderung, die ich durchgemacht habe, war eine private 18-tätige Reise in die USA. Dort habe ich 2019 in der kurzen Zeit zehn Städte besucht!

Ich hatte nur einen Handgepäckrucksack und eine kleine Umhängetasche mit. Alle ein bis drei Tage an einem anderen Ort, den ich meist aus dem Kino oder TV kannte. Z. B. in San Francisco an der Golden Gate Bridge oder auf dem Strip in Las Vegas. Ich war unfassbar glücklich, emotional und dankbar, dass ich das alles erleben durfte. Mir liefen mehrmals ein paar Freudentränen herunter.

USA 2019: Zehn Städte in 18 Tagen (privat) | Bild: Ravolos around the world
USA 2019: Zehn Städte in 18 Tagen (privat) | Bild: Ravolos around the world

Danach habe ich mich immer gefragt, ob ich nicht auch wie diese digitalen Nomaden permanent unterwegs sein möchte. Also reisen und ortsunabhängig arbeiten.

Vor der Reise in die USA konnte ich mir das nicht vorstellen. Das hat sich durch diese Reise jedoch verändert. Vor allem, weil ich so minimalistisch unterwegs war, es mir aber an nichts gefehlt. Natürlich war die Reise teuer und das kann man nicht auf ewig machen, aber darum gehts hier nicht!

Ich habe 2021 mitten in der Pandemie-Zeit – „eingesperrt zu Hause“ – den Entschluss gefasst, den Traum vom permanenten Reisen anzugehen.

Mehr darüber erfährst du in meiner Reihe „Auswandern“ oder wie immer im Blog, auf Instagram oder YouTube. 🙂

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Marcel aka Ravolos

Hey! 😀 Ich habe diesen Blog 2021 ins Leben gerufen. Passend zum Blog möchte ich mich als unglaublich reise-süchtig und weltoffen beschreiben. Ich bin seit Oktober 2021 als digitaler Nomade auf Weltreise und erstelle digitalen Content zu Reisen, mobiles Arbeiten und Chrome OS.

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