Daten sichern

Einleitung

Egal, ob du auf einer privaten Reise, einer Weltreise oder einer Dienstreise befindest, neue Daten fallen immer an. Diese Daten solltest du sogleich sichern!

Die Schnappschüsse von deiner Handykamera. Die erstklassigen Fotos deiner teuren Systemkamera oder die Unterwasservideos deiner GoPro.

Wird dein Handy gestohlen, geht die SD-Karte deiner Systemkamera oder Go Pro kaputt oder hast einen Defekt der internen SSD deines Laptops, auf die du gerade alle Fotos kopiert hast: dann bricht die Welt für dich zusammen.

Hier erfährst du ein paar Grundlagen zum Sichern deiner Daten auf Reisen, damit genau das nicht geschieht!

Denn es gibt viele Möglichkeiten dazu und ebenso viele etwas dabei falsch zu machen. 😉

Lokal sichern

Meine SSDs
Meine SSDs

Wie du bei dieser Strategie vorgehst, ist schnell gesagt:

Nehme mehrere Datenträger mit und lege Duplikate deiner Daten an.

Das kannst du manuell tun, indem du nacheinander die Daten auf zwei Datenträger kopierst.

Möchtest du das etwas komfortabler machen, kannst du Software zum Synchronisieren von Verzeichnissen oder ganzen Datenträgern nutzen. Die gibt’s wie Sand am Meer. Ich nutze seit Jahren FreeFileSync. Es ist Open Source und kostenlos. Egal, ob unter Windows, macOS oder im Linux-Modus von Chrome OS, ich hatte nie ein Problem damit und kann es dir sehr empfehlen.

Wie im Artikel „Die perfekte mobile IT-Ausstattung“ bereits beschrieben, habe ich u. a. zwei 2 TB große externe SSDs von SanDisk dabei. Jeden Abend sichere ich meine neuen Fotos und Videos auf die eine und spiegele die fertig kopierten Dateien dann mit FreeFileSync auf die andere.

Bevor ich die Daten dann vom Smartphone, der Systemkamera oder GoPro lösche (damit meine ich die SD-Karten), sichere ich die Daten vorher noch in die Cloud.

In die Cloud sichern

Tja, wo fange ich hier an.

Es gibt zahlreiche Anbieter von Cloud-Speichern. Diese besitzen Rechenzentren, in denen deine Daten auf Massenspeichern gesichert werden und dir über das Internet innerhalb deiner entsprechenden App wieder zur Verfügung gestellt wird. [Wikipedia: Filehosting, Cloud Computing]

Cloud-Speicher | Bild: Envato Elements
Cloud-Speicher | Bild: Envato Elements

Besitzt du eine Adresse bei Google Mail, hast du bereits einen kostenlosen 15 GB Cloud-Speicher von Google. Hast du Microsoft Office 365 Home abonniert, sind’s 1 Terabyte. Das Pendant dazu ist Google Workspace. Daneben gibts noch ein mehr Anbieter. Dropbox, Box, Amazon Drive usw. Aus Deutschland kommen u. a. YourSecureCloud, Luckycloud, HiDrive von Strato und Mailbox.org. Bis auf Box und Amazon Drive habe ich alle im Einsatz gehabt. Microsoft OneDrive ist in meinen Augen eine Katastrophe. Die Open Source Apps, die Mailbox.org unterstützen, sind noch ausbaufähig, der PC Client ist O. K. Die Webanwendung ist jedoch klasse. Alles andere kann ich empfehlen. Der Seafile-Client für YourSecureCloud und Luckycloud ist spitze. Da könnte sich Microsoft etwas abschauen. Ein paar der genannten deutschen Dienste sind aber vergleichsweise teuer.

Ich sichere in Google Drive und auch in meine Dropbox.

Teste einfach einmal einen der bekannteren Anbieter, falls du noch keinen Cloudspeicher besitzt.

Warum? Brennt dein Haus oder deine Wohnung in der Heimat ab, sind all deine Daten im schlimmsten Fall weg. Gleiches bei einem Einbruch.

Ist das kein Problem für dich, du vertraust den Cloud-Anbietern nicht und bringst etwa IT-Hintergrundwissen mit, dann besteht noch die Möglichkeit einer Do it yourself-Methode: der Netzwerkspeicher zu Hause.

Auf einen Netzwerkspeicher zu Hause sichern

Auch hier führen viele Wege nach Rom und ich möchte hier als digitaler Nomade ohne Wohnsitz auf einer Webseite, die sich nicht hauptsächliche mit so etwas beschäftigt, weiter in die Details gehen.

Ich hatte früher mal ein NAS [Wikipedia] von Synology. Also weiß ich, wovon ich hier schreibe. Dieses richtest du anhand des Handbuchs als Teil deines Heimnetzwerkes ein und kannst es dort auch über eine App auf deinem Handy erreichen. Auch dein Windows-PC, MacBook, Linux-Rechner oder Chromebook können darauf zugreifen. Wenn du magst, kannst du dir das System passend zu diesem Artikel über Internet erreichbar machen. Dann kannst du es z. B. in Thailand von deinem Hotelzimmer aus erreichen und darauf deine Daten sichern.

Es gibt einige Alternativen zu dem NAS von Synology auf dem Markt. Hier die Bestenliste für 2021 von chip.de: Link. Ich habe nur Erfahrungen mit Synology gesammelt, daher werde ich hier keine weiteren Produkte empfehlen.

Die private Cloud

Die höchste Stufe der Do it yourself-Variante zu Hause, ist dir deine eigene Cloud zu bauen. Das erfordert schon eine Menge Hintergrundwissen.

NextCloud und OwnCloud sind hier zu nennen. Ich habe beide noch nie getestet und stehe beiden Produkten daher absolut neutral gegenüber.

Mir geht es hier darum, dass du schon mal davon gehört hast.

Bist du daran interessiert, musst du dich schlaumachen und dir eine solche Private Cloud [Wikipedia] einrichten.

Ich persönlich denke, dass die Hundertschaften, die bei Google für die Sicherheit der Rechenzentren verantwortlich sind, einen besseren und qualifizierteren Job machen, als du allein zu Hause hinter deiner Fritzbox. Auch Fritzboxen und die NextCloud haben immer wieder Sicherheitslücken. Die musst du so schnell wie möglich schließen!

Wie sicherst du deine Daten? Cloud niemals?

Das würde mich sehr interessieren! Unten findest du die Kommentarfunktion! 😉

Mehr dazu wie immer im Blog, auf Instagram oder YouTube.

Updates

19.01.2022: Bilder hinzugefügt und Rechtschreibfehler korrigiert.

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