Australien

Einleitung

Anmerkung: Dieser Artikel befindet sich noch im Aufbau!

Wer kennt nicht die Filme aus Australien mit Kängurus, Koala-Bären und dem Opernhaus in Sydney?

Mich hat Down Under schon immer sehr fasziniert. Einmal genau auf der anderen Seite der Erde zu sein. Das hätte was! 😉

Ich bin 2015 im September in Australien gewesen. Jay! Drei Wochen an drei verschiedenen Sprachschulen von Kaplan International in Melbourne, Sydney und Brisbane. Für die kurze Zeit hätte es nicht besser sein können!

2015 in Melbourne

Die Unterkunft

Untergebracht in Melbourne war ich im Pegasus Apart’Hotel, ca. 2 km von der Sprachschule [Google Maps] entfernt. Meinen Schulweg bin ich also zu Fuß gegangen. Das Hotel war schon recht edel. Gerade so an der Grenze von dem, was ich ausgeben wollte.

Warum habe ich nicht wie in London und Malta Homestays, oder wie in New York City und Singapur Partnerunterkünfte über die Schule, wie z. B. in einem Hotel, gebucht? (Alles Links auf meine Beiträge dazu) Tja, in Singapur war ich in einem günstigen Hotel untergebracht. Dort hat es geschimmelt. Ich habe mir eine starke Entzündung im Auge zugezogen und fühlte mich mehrere Wochen lang schlecht. Im Beitrag zu Singapur erfährst du mehr darüber. Danach war ich erst einmal vorsichtiger unterwegs und habe auf meinen nachfolgenden Reisen bessere Hotels zwischen 100 und 120 € die Nacht gebucht. So auch hier.

Die Sprachschule

Zurück zur Sprachschule: Dort hatte ich einen Intensiv-Englischkurs mit Business English gebucht, um auf genügend Wochenstunden für meinen Bildungsurlaub in Niedersachsen anerkannt zu bekommen. Ein guter Artikel dazu von Bildungsurlaub.de: Link.

Hier fiel mir schon die im Vergleich zu London, Malta und New York City komplett verschiedene Klassenzusammensetzung auf. Viele Leute waren aus Süd– oder Lateinamerika. Der Großteil wollte Englisch lernen, sich eine längere Aufenthaltsgenehmigung erarbeiten und nach Australien auswandern. Es waren wenige europäische Leute an der Schule. Ich habe es am liebsten etwas gemischter, weil man so einfacher einen Anschluss findet. Schon allein aus sprachlichen Gesichtspunkten. Das war hier nicht so einfach wie in London. Also bin ich zu 90 % der Zeit solo in Melbourne herumgetigert, was mich nicht besonders störte. So habe ich, denke ich, das Beste aus der kurzen Zeit dort machen können.

Unsere Klassenlehrerin war hochschwanger. Sie hat uns mitten in der Woche verlassen. Danach gab es zweimal eine Vertretungslehrerin. Die letzte Lehrerin hatte mich an meinem letzten Tag nur während einer 90-minütigen Unterrichtsstunde als jemanden in der Klasse kennengelernt, der sich nur ein paar Mal gemeldet hat. Dennoch hat sie mich etwas später bei der Übergabe des Abschlusszertifikats nett beschrieben. „Marcel has a good heart, is very nice and you immediately have a warm feeling in his presence“ oder auf Deutsch „Marcel hat ein gutes Herz, ist sehr nett und man hat gleich ein wohlig warmes Gefühl in seiner Gegenwart.“ Das waren nicht ihre exakten Worte, aber so ähnlich kam es rüber. Mit dieser Beschreibung kann ich perfekt leben. Es ist nur verwunderlich, wie sie in der kurzen Zeit darauf gekommen ist. 😀

Ich habe dort wie immer mit vielen Leuten Fotos gemacht. Witzig waren die beiden Frauen im Empfangsbereich. Eine der beiden kam aus Thailand und war immer recht körperbetont gekleidet, wobei ihr ihre gute Figur nicht im Wege stand. Auch sie wollte auf ein Foto und hat einen Arm um mich gelegt. Ich habe ihr erzählt, dass ich etwas vorsichtig gegenüber Thailänderinnen bin, weil es einige gibt, die Europäer sogleich heiraten wollen. Eine von der Sorte hätte ich mal kennengelernt. Sie hat mich nur erstaunt angesehen und ihre Kollegin hat gelacht. Ein sehr witziger Moment. 😉

Dann musste ich zur Schuldirektorin ins Büro. Oh, nein! Was ist denn jetzt los? Sie war aber ziemlich nett und tat sich erst einmal für meine guten Leistungen und meine Teilnahme bedankt. Die LehrerInnen hätten gut über mich gesprochen. Sie habe bereits mit meiner nächsten Schule in Sydney Kontakt aufgenommen, damit ich dort auf dem gleichen Level ohne Einstiegstest eingeordnet werden kann. Perfekt! Besser konnte es nicht laufen. 🙂

Sightseeing und Ausgehen

Am Tag meiner Ankunft bin ich in der Stadt spazieren gewesen. Die erste bemerkenswerte Station, die ich gefunden habe, waren die schönen Carlton Gardens, einem viktorianischen Park. Während meines Rundgangs durch den Park hat dort ein Hochzeitspaar Fotos von sich machen lassen. Dazu ist der Park bestens geeignet. Dort ist das Melbourne Museum, das Royal Exhibition Building und das IMAX. Im Museum bin ich gewesen. Das iMAX war „under construction.“ und das Royal Exhibition Building ist eine Art schönes großes Schloss, welches ich mir von außen angesehen habe. Das Hochzeitspaar bin ich bis zum Schluss nicht los geworden. Die haben mich verfolgt. 😉

Mit der Melbourne City Circle Tram [Wikipedia] kann man ein sehr interessantes Teilstück von Melbourne kostenlos entdecken. Wenn man dort eine antike Pferdekutsche auf der Straße fahren sieht, wirkt das in dem Ambiente fast normal. 🙂 Dort geht’s u. a. in die Nähe von vielen Shopping-Malls, Restaurants, Bars und Hotels, dem Parlamentsgebäude [Wikipedia] und der berühmten Flinders Street mit schönen, historisch anmutenden Gebäuden. Dazu gehört auch die Flinders Street Station. [Wikipedia]

Auch St. Patrick’s Cathedral, das Museum Old Melbourne Gaol und die Staatsbibliothek von Victoria gehören dazu. Ich habe all das besucht oder mir zumindest von außen angeschaut. Chinatown, das Marvel Stadion (früher Etihad Stadion), den Victoria Hafen mit der Waterfront City und die Docklands, muss man einmal gesehen haben. Dort bin ich auf meinem Schulweg immer vorbeigegangen.

Das SEA LIFE Melbourne Aquarium eins der Highlights. Ich hoffe bei so etwas immer, dass die Tiere gut gepflegt werden! Die St. Paul’s Cathedral ist auch beeindruckend. In Australian Centre for the Moving Image (einer Art Museum) habe ich es z. B. nicht mehr geschafft. Ich war knapp eine Woche dort, lange in der Schule und es gibt in Melbourne zu viel zu sehen. 🙂

Mit Leuten von der Schule war ich am Federation Square in der Nähe des „voll abgespacten“ Gebäude des Ian Potter Centre im Beer DeLuxe Fed Square etwas trinken. Irgendwie hatte ich dort Lust auf ein Corona. In Australien. 😉 In der Nähe war das Taxi Kitchen. Dort habe ich einmal etwas gegessen. Wenn ich es nicht mit einem anderen Restaurant dort verwechsle. 😉 Sehr zu empfehlen.

Über eine Brücke lässt sich die Southbank Promenade erreichen. Ich liebe Promenaden und auch diese ist hervorragend. Man sieht die Skyline von Melbourne, schöne Parks und Brücken. Hoch hinaus ging es auf das Melbourne Skydeck (Eureka) und ins Melbourne Star. Beides sehr zu empfehlen! Das Melbourne Star ist jedoch bei den Docklands. Wieder woanders ist die Polly Woodside, ein Museumsschiff an der Wharf Promenade.

Fehlt noch das Thema „Ausgehen.“

Nach London hatte ich Lust mal wieder ein original britisch angehauchtes Pub zu besuchen. Das habe ich auch getan. Leider habe ich kein Foto entdeckt, worauf ich den Namen fand. Damals hatte ich noch kein Google Fotos mit GPS-Informationen am Start. Dennoch war es super. Dort hat sich ein älterer Herr in meine Nähe gesetzt, der auf seine Enkelin aus England wartete. Er lebte bereits seit 19 Jahren in Melbourne und hat sie in dieser Zeit nicht gesehen.

Ich habe mich mit ihm und später mit beiden unterhalten. Er hat mir sogar ein paar seiner Pommes angeboten, weil die Portion sehr groß war. Als er die nächste Runde bestellen wollte, hat er auch mich nach einem weiteren Bier gefragt. Ich war nach einem London Pride– und Guinness Pint jedoch schon ziemlich angetrunken. Das habe ich ihm auch gesagt und ergänzte, dass dadurch mein deutscher Akzent noch stärker werden würde. Er lachte und meinte, der sein schon stark genug. Er war nett und lustig. Werde ich nie vergessen! 😀

Ich war nicht im iMAX, sondern in den Village Cinemas Crown im beeindruckenden Crown Melbourne Hotel, Unterhaltungs und Casinokomplex. Dort habe ich in einem italienischen Restaurant eine ausgezeichnete Pizza gegessen und zum Nachtisch ein Gelato. Das war mit das beste Eis in meinem ganzen Leben! Nach dem Film habe ich mir noch ein Eis geholt. Das war echt zu viel, weil ich mir dort zum ersten und letzten Mal im Leben eine VIP-Kinokarte gegönnt habe. Dort hat man eine Art eigene Kabine mit riesigem Privatsessel. Essen und Getränke natürlich unbezahlbar. 😉 Mission: Impossible – Rogue Nation [Wikipedia] habe ich dort gesehen.

Aussichtsplattform, Riesenrad und Kino sind so langsam Pflicht für mich auf meinen Reisen. 🙂

Das hat mir alles sehr gefallen. Wahrscheinlich habe ich noch 100 andere tolle Sehenswürdigkeiten in der Stadt und der Umgebung verpasst.

2015 in Sydney

Die Unterkunft

In Sydney habe ich das Vibe Hotel Sydney gebucht. Es war mitten in der Stadt, an einer viel befahrenen Straße gelegen. Das hat natürlich Vor- und Nachteile.

Da der Flug zwischen Melbourne und Sydney am Samstag früh morgens günstiger war, hatte ich entsprechend zugeschlagen. So war ich leider weit vor der frühesten Eincheck-Zeit am Hotel angekommen. Ich habe ich meinen großen Trolley im Hotel abgegeben, aber meinen schweren Rucksack mit Technik und Wertsachen mitgenommen. Weiter als bis zum nächsten Park habe ich es damit nicht geschafft, weil ich auch sehr müde war. Dort habe ich die Natur genossen. Es war der Hyde Park.

Dann ging es wieder ins Hotel zurück. Das Hotelzimmer war recht groß. Leider gab es für meinen Geschmack zu viele Lila-, Rosa- und Pinktöne, aber es gibt schlimmeres. 😉 Ich habe mich kurz schlafen gelegt und dann erst einmal die wichtigsten Dinge ausgepackt. Dann ging es sofort los mit Sightseeing auf dem direkten Wege zum Sydney Opernhaus. Mehr dazu unten.

Die Sprachschule

Die Sprachschule [Google Maps] befand sich nur 50 m von meinem Hotel davon entfernt. Der Schulweg war also keine Rede wert. 😀

Da ich moderne Gebäude und auch Schulen mag, war ich erst einmal gar nicht angetan vom alten Schulgebäude. Dennoch war die Ausstattung mit Computern, Beamern, digitalen Whiteboards & Co sehr modern. Die Schule in Melbourne war in einem neueren Gebäude untergebracht. So war ich etwas zwiegespalten, aber dennoch zufrieden.

Als introvertierte Person bin ich so innerhalb von zwei Wochen ein zweites Mal als Neuling in einer Klasse aufgeschlagen. Ich habe nicht lange darüber nachgedacht und einfach mit den Leuten gequatscht. Hier war die Vermischung der Nationalitäten höher. Es waren neben (Süd-)Amerikanern auch viele Leute aus Europa dort. Natürlich auch aus Deutschland. Wenn ich mich vor der Reise nur für eine Stadt entscheiden müsste, hätte ich wahrscheinlich auch Sydney gewählt.

Ein junger Thailänder und eine junge Brasilianerin saßen in meiner „General English“ Klasse neben mir. Der Thailänder hatte ich in 3 Monaten durch alle Stufen bis auf C1 hochgearbeitet. Ich konnte ihn schwer verstehen, aber seine Wortwahl und sein Wortschatz war besser als bei mir. Der Lehrer war sehr fordernd. Ich konnte von beiden einiges lernen. Die 17-jährige Brasilianerin wollte wie viele andere nach Australien auswandern. Sie hat Kuchen gebacken und verkauft. Weil sie so nett war, habe ich ihr etwas abgekauft. Er hat auch mega lecker geschmeckt. Ich fühlte mich gleich wohl.

Ich bin auf meinem Englisch-Level geblieben, aber es war nicht leicht. Vor allem nicht im Business-Englisch-Umfeld. Der Lehrer verlangte viel. Auch in dieser Sprachschule hat mich eine Direktorin an die nächste Schule in Brisbane weiterempfohlen, sodass ich auch dort nicht bei null anfangen musste.

Natürlich hat man sich auch direkt mit den deutschen Leuten unterhalten. Wo man herkommt und so. Ich habe mich aber nicht aufgedrängt, weil ich z. B. doch ein paar Jahre älter war, als die meisten dort. Von den Schulaktivitäten fand ich nur wenige Dinge spannend. Da war mein Zeitraum ja auf 5 Nachmittage begrenzt. Nicht viel Zeit.

Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Ich bin nicht immer allein los und habe viel in Sydney gesehen und erlebt. 🙂

Sightseeing und Ausgehen

Wie oben schon kurz angesprochen, war ich direkt am ersten Tag nach meiner Ankunft im Hyde Park. Diesen habe ich erst in den nächsten Tag immer wieder mal mit dessen Umgebung erkundet und immer dabei immer mehr in allen Richtungen entdeckt. Viele ältere Gebäude in Sydney haben einen sehr britischen Touch, war mir nach meinem Besuch in London sehr gefiel.

Natürlich habe ich die berühmten Top-Sehenswürdigkeiten besucht. Das Sydney Opernhaus, die Sydney Harbour Bridge und das Sydney Tower Eye. Im Opernhaus habe ich mir nur die zugänglichen Bereiche angeschaut. Über die Brücke bin ich trotz Höhenangst einmal rübergegangen. Von der Brücke aus konnte man große Segelschiffe sehen, die von oben wie Piratenschiffe wirkten. Einmal muss man auch auf der anderen Seite der Bucht im Freizeit- und Unterhaltungspark Luna Park gewesen sein! Es lohnt sich für groß und klein. Auf dem Weg vom Sydney Opernhaus zum Hotel zurückging es immer bei einem Studio eines TV-Senders vorbei. Das konnte man von draußen sehen. Leider finde ich diesen rückblickend 2022 nicht wieder. 🙁

In den Sydney Tower haben mich jüngere Deutsche und ein jüngerer Italiener aus der Schule überredet. Hat Spaß gemacht. Wir haben danach noch etwas in der City gegessen und getrunken und dabei noch mehr Leute aus der Schule getroffen. Für die letzten 2 Tage war ich daher nicht mehr solo unterwegs, sondern in einer Gruppe, obwohl ich mich niemandem aufgedrängt habe. So kann’s gehen. 😉

Ein weiteres Highlight für mich war der WILD LIFE Sydney Zoo. Der wirkte von außen recht klein, aber dafür gab es eine Menge zu sehen. Dort habe ich meinen ersten Koala in natura gesehen. Auch Kängurus gab es natürlich. Alles nicht in freier Wildbahn, aber ich habe mich sehr gefreut. Auch ein Känguru-Baby durfte ich vorsichtig berühren. Ein klasse Moment!

Am Madame Tussauds Sydney kam ich auch nicht vorbei. Wie in allen MT vorher, war eine meiner Lieblingsschauspielerinnen Cameron Diaz nicht Teil der Ausstellung. 🙁 Es mussten noch 4 Jahre vergehen, ehe ich sie auf meiner geilsten USA-Reise im MT in L.A. endlich mal gesehen habe. Aber dennoch kann ich die Ausstellung in Sydney empfehlen. Hat was! Ich stand neben Jackie Chan. Zumindest neben der Figur. Jay! 😉

Das Museum von Sydney gefiel mir sehr gut, aber es ist klein. Genauso wie die Ausstellung. Die moderne Geschichte von Sydney ist nun mal nicht so alt wie die mancher Städte in Europa! Ist dir das bewusst, wirst du nicht enttäuscht sein. Sie haben bei der Ausstellung, denke ich, alles rausgeholt, was ging. Das war übrigens eine von der Sprachschule organisierte Freizeitaktivität. Wir sind danach noch in einen Park gegangen, der mich ein wenig an den Central Park von New York City erinnerte. Es war der Park The Domain – Phillip Precinct. Von dort sah man die Hochhäuser wie in NYC vom Park aus.

Den Royal Botanic Garden Sydney habe ich auch kurz bewandert. Nichts Weltbewegendes, da mir nicht bunt genug. (Kulturbanause?) Der Garten ist dennoch schön anzuschauen, falls dich so etwas interessiert. Auch hier sieht man wie beim Park The Domain die Skyline von Sydney. Schöne Gartenanlagen, Denkmäler, uralte breite Bäume und Vögel.

Den Darling Harbour habe ich leider erst zu spät entdeckt. Du kennst mich schon: Ich liebe Promenaden am Wasser. Auch hier fühlte ich mich sehr wohl. Dort gab es neben vielen Shopping-Möglichkeiten, Cafes, Eisdielen und Restaurant auch ein IMAX. Es warb mit dem „World Biggest Screen.“ Das habe ich mit ein paar Jungs von der Schule gebucht. Wir haben uns den Film Pixels [Wikipedia] angesehen. Es war nicht gerade der beste Film, den ich kenne, aber das Bild war wirklich riesig. Außerdem war es eine 3D-Vorstellung und schon aus diesen Gründen klasse. Der Film selbst war mir sogar ein wenig zu nerdig und kindisch. Als ich diese Zeilen im Februar 2022 schrieb, war es für ein Überholung geschlossen.

Wie in Melbourne hatte ich in den paar Tagen leider zu wenig Zeit, um mir noch mehr Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Mir persönlich gefiel Melbourne etwas besser als Sydney, aber das ist sehr subjektiv und Geschmacksache. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Von dort aus ging es leider schon zu meiner letzten Station dieser Reise im Jahr 2015.

2015 in Brisbane

Einleitung

Ich weiß nicht wieso, aber Brisbane ist einer meiner absoluten Lieblingsstädte. Die Stadt hat es mir auf unbekannte Weise sehr angetan. Frag nicht warum! 😀

Nach zwei Wochen Sprachschule und Nonstop-Sightseeing war ich schon etwas k.o. Ich hatte mir für Brisbane nicht so viel vorgenommen und nicht viel erwartet.

Schon bei der Fahrt mit meinem Flughafentransfer fühlte ich mich jedoch direkt sehr wohl dort. Die Gegend. Das Umfeld. Die Stadt, City und Gebäude. Mir gefiel so vieles. Zwar nicht am Meer, aber mit dem großen Brisbane River mit viel Wasser.

Die Unterkunft

Meine Unterkunft nannte sich Bridgewater Appartments, am Kangoroo Point, auf einer Halbinsel, direkt in der Nähe der Story Bridge. Und damit habe ich dir bereits die erste Top-Sehenswürdigkeit von Brisbane genannt. Die Sprachschule [Google Maps] war hier knapp 2 km entfernt. Der Schulweg war schön: Ich musste über die Story Bridge. Hat mir ausgezeichnet gefallen!

In Brisbane hatte ich mal zur Abwechslung kein Hotel gebucht, sondern ein Appartment. Sprich: eine ganze Wohnung für mich. Preislich war das jedoch ähnlich teurer als in den anderen beiden Städten, da ich auch hier in einer beliebten zentralen Gegend gewohnt habe.

Die Sprachschule

Das Gebäude der Sprachschule in Brisbane war nicht so alt wie das Schulgebäude in Sydney. Wie von Kaplan International gewohnt, war auch hier alles modern ausgestattet.

In meiner General Englisch Klasse war ich fast der einzige Europäer. Eine Italienerin kam in der Woche irgendwann dazu. Alle anderen waren SüdamerikanerInnen. Damit hatte ich nicht gerechnet! In dieser Schule habe ich außerhalb der gemeinsamen Stunden kaum Anschluss gefunden. Die Leute wollten unter den Ihren bleiben. Ich wäre sonst der einzige gewesen, der kein Spanisch oder Brasilianisches Portugiesisch kann. Als introvertierte Person hat mir das aber nicht viel ausgemacht. Das Eis ist zum Schluss geschmolzen. Manchmal braucht es etwas mehr Zeit. 5 Tage sind schon recht kurz. Unten beim Thema Ausgehen mehr dazu.

In einer anfänglich kleinen Business Englisch Klasse waren die Nationalitäten schon etwas vermischter. An der ganzen Sprachschule waren zu der Zeit aber nur zwei Deutsche. Der andere Deutsche war wohl auf einem anderen Sprachlevel unterwegs.

Sightseeing und Ausgehen

Vom Kangoroo Point [Google Maps] konnte ich entweder zu Fuß über die Story Bridge zum Zentrum von Brisbane gehen (3-5 km) oder aber die Cross River Ferry nutzen. Letzteres habe ich am ersten Abend als ich schon dunkel wurde gemacht. Die Stadt sah toll aus im Dunkeln, mit all ihren Lichtern. Auf dem Kangoroo Point sind ein paar schöne Parks am Flussrufer. Auch ein Dampfschiff wie in New Orleans auf dem Mississippi gab es dort über die Kookaburra Showboat Cruises. Schön anzuschauen. Hier hat es nicht geklappt, aber später auf einer meiner USA-Reisen.

Direkt vor der Brisbane City Hall auf dem großen Platz (King George Square) auf der anderen Seite habe ich mir direkt ein schönes Abendessen im Pig ‚N‘ Whistle King George Square gegönnt. Ich hatte mir etwas überbackenes mit Weißkohl oder so ähnlich bestellt. Das, was kam, schmeckte für mich nach Fisch. Als ich die Bedienung darauf ansprach, fragte sie mich, vor wie vielen Jahrzehnten ich das letzte Mal Fisch gegessen habe. Das war unmöglich, dass dort Fisch enthalten war. 😉 Na ja, es schmeckte ausgezeichnet. Mit einem Bier und einem tollen Dessert wurde es etwas teuer, aber es hat sich gelohnt. Das Ambiente und das Flair waren einfach atemberaubend. Dazu gab es noch Live-Musik auf dem Platz. Es war ein perfekter erster Abend in Brisbane! Extra für mich. 😀 Eine Empfehlung von mir zum Ausgehen.

Möchtest du shoppen gehen, dann empfehle ich dir die berühmte Fußgängerzone Queen Street Mall. Da wirst du bestimmt schnell fündig. Die Zone ist auch schön gestaltet. Auch die China Town Mall ist dafür nicht schlecht, aber natürlich ein ganz anderer Stil.

Im Zentrum befindet sich auch das Masonic Memorial Centre Freemasons Queensland. Das Gebäude ist sehr beeindruckend. Schau dir mal die Anzac Square & Memorial Galleries an. Entweder nur den schönen Eingangsbereich mit Park oder auch die Galerie!

Ein großes Highlight ist South Bank [Google Maps] mit einem Riesenrad, vielen Museen, Parks, einem paradiesischen Schwimmbad in einer Lagune oder auch Streets Beach unter freiem Himmel, Restaurants usw. Stehst du auf Dinosaurier, den T-Rex und Godzilla? Dann musst du unbedingt mal ins Queensland Museum! Dort gibt es lebensgroße, animierte Dinosaurier! Echt klasse gemacht. 🙂 Für die kleinen in der Familie gibt’s kleinere zum knuddeln. 😀

Einer der Lehrer war cool drauf. Er hat mir im Prinzip an meinem vorletzten Tag freigegeben, bzw. auf eine Exkursion zur Gold Coast mit dem Surfers Paradise Beach [Google Maps] geschickt. Ein absolutes Muss, wenn man in der Ecke ist! Mit U-Bahn, Zug und Bus ist man in ca. 1,5 – 2 h dort. Ich bin dort um die 17 km der Küste entlang gegangen. Ein Paradies kann ich dir sagen! Ich war ganz schön fertig, da es windig wurde. Lange Gegenwind. Dort gibt es eine kleine Stadt namens Miami. Witzig, oder? In Australien, nicht USA.

Kurz zum Thema Ausgehen:

Ich hatte wie an allen Sprachschulen Leute meiner Freundesliste auf Facebook hinzugefügt. Noch während ich an der Gold Coast war, wurde ich gefragt, ob ich nicht abends ausgehen möchte. In einer Tanzbar soll es abgehen. Dort sollten auch regelmäßig Leute aus der Schule sein. Ich habe mir daraufhin ein Taxi zum nächsten Bahnhof genommen, da das mit einem Bus ewig gedauert hätte. Dann zurück mit Zug in die Stadt und direkt in die Tanzbar, obwohl ich eigentlich müde war und einen kleinen Rucksack noch dabei hatte. Außerdem wollte mein Lehrer, dass ich gleich am nächsten Morgen einen Bericht über die Küste vortrage. 😉 Tolle Vorzeichen, aber etwas getrunken habe ich auch. Es war spaßig. Mit ein paar Leuten gequatscht. Gut, dass ich mich dazu entschieden habe.

Du kennst mich so langsam, wenn du dir alles durchgelesen hast. Na, wo ging es wohl noch hin an den letzten 2 Tagen? Ja, ins Kino und in ein Riesenrad. Hier hieß das „Riesenrad“ The Weel of Brisbane in South Bank. Da drumherum befindet sich ein kleiner Vergnügungspark. Trotzt Höhenangst habe ich mich wieder reingetraut. Ich hatte extra auf den Sonnenuntergang gewartet, bevor ich hineinging. Ein toller Ausblick über die Stadt. Leider war meine Kamera oder ich zu schlecht, um das einzufangen.

Als Kino habe ich mir das Cineplex South Bank ausgesucht und mir den Film Everest [Wikipedia] angeschaut. Ein toller Film. Das Kino war riesengroß und an dem Tag überfüllt. Daher nicht ganz perfekt. Denn am Ein- und Ausgang musste ich lange warten. Dennoch empfehlenswert. Auch einen botanischen Garten habe ich noch mitgenommen. Die Brisbane City Botanic Gardens. Sehr schön!

Am letzten Tag vor meinem Heimflug habe ich es noch gerade so ins Lone Pine Koala Sanctuary geschafft. Da wollte ich unbedingt hin, weil man dort angeblich in direkten Kontakt mit Koala-Bären und Kängurus kommen kann. Auf dem Weg dahin habe ich mich bei meinem Ausstieg aus der U-Bahn vertan. Ich dachte, ich wäre viel näher dran am Tierpark. Ich habe ich dabei viel Zeit zu Fuß verloren, einen Fluss zu überqueren. Wenn ich mich recht erinnere, war eine direkte Brücke auf die andere Seite gesperrt.

Ich kam 10 Minuten bevor der Park um 17 schließ am Eingang an. Wehleidig habe ich die Wahrheit erzählt und sie haben mich noch hereingelassen und mir den Weg zu einer Koala-Station beschrieben, wo ich einen Koala-Bären auf den Arm nehmen konnte. Diesen Moment werde ich niemals vergessen. Ein Traum ging in Erfüllung. 🙂 Aus diesem Blickwinkel absolut empfehlenswert der Park. Wie immer hoffe ich, dass es den Tieren dort gut geht!

Das soll’s gewesen sein. Ich habe doch mehr geschafft, als ich dachte! Das wurde mir erst bewusst, als ich diese Zeilen schrieb. Dennoch habe ich nur einen kleinen Bruchteil von Brisbane und der Umgebung gesehen. Von dort kommt man ja zum Great Barrier Reef. Auch dort bin ich nicht gewesen. Ich kann zwar nicht tauchen, aber das soll dennoch ein Highlight sein. Falls es heute noch einigermaßen intakt ist. Das ist ja leider ein großes Problem.

Mein Fazit zu Australien

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